Barrierefreiheit
Zum Hauptinhalt springen

Vor der Geburt – gut informiert und begleitet

Viele werdende Eltern beschäftigen vor der Geburt ganz praktische Fragen: Wann sollte ich mich in der Geburtsklinik vorstellen? Was muss ich zur Anmeldung für die Geburt mitbringen? Ist eine ambulante Geburt möglich? Kaiserschnitt oder normale Geburt: Wie soll unser Kind auf die Welt kommen? Und was gehört in die Kliniktasche?

Die Zeit vor der Geburt ist eine ganz besondere Phase: Mit Vorfreude, Neugier und manchmal auch Unsicherheiten bereiten Sie sich als werdende Eltern auf die Ankunft Ihres Kindes vor. In dieser sensiblen und bedeutenden Zeit möchten wir Sie bestmöglich begleiten: mit medizinischer Kompetenz, persönlicher Zuwendung und einem offenen Ohr für Ihre Fragen und Wünsche. Unser interdisziplinäres Team aus Ärzt*innen, Hebammen und Pflegekräften ist von Beginn der Schwangerschaft an für Sie da – damit Sie und Ihre Partnerin oder Ihr Partner diese besondere Zeit mit Zuversicht, guter Vorbereitung und Vorfreude erleben können.

Persönlich betreut – von Anfang an: Individuell. Fachlich fundiert. Mit Herz.

Unsere Leistungen im Überblick

  • Vorsorgeuntersuchungen nach den Mutterschaftsrichtlinien: Während der Schwangerschaft stehen Ihnen regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen zu – festgelegt in den Mutterschaftsrichtlinien. Sie dienen dazu, Ihre Gesundheit und die Entwicklung Ihres Kindes engmaschig zu begleiten und frühzeitig mögliche Auffälligkeiten zu erkennen.
  • Ultraschalldiagnostik inkl. Fehlbildungsdiagnostik (DEGUM I/II): Die Ultraschall-Untersuchungen erfolgen nach den Standards der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) – durch zertifizierte Ärzt*innen (DEGUM I oder II).
  • Pränataldiagnostik (z. B. Ersttrimesterscreening, Fruchtwasseruntersuchung): Die Pränataldiagnostik bietet die Möglichkeit, genetische oder strukturelle Besonderheiten beim ungeborenen Kind frühzeitig zu erkennen. Sie ist kein Muss, sondern ein individuelles Angebot – das wir Ihnen sensibel und verständlich erläutern.
  • Betreuung bei Risikoschwangerschaften: Nicht jede Schwangerschaft verläuft komplikationslos – und das ist kein Grund zur Sorge. Wir sind auf die Betreuung von Risikoschwangerschaften spezialisiert und stehen Ihnen mit medizinischer Erfahrung und menschlicher Nähe zur Seite.

Anmeldung zur Geburt

Vorstellung während der Schwangerschaft und zur Geburtsplanung

In unserer Pränatalambulanz besprechen Sie mit unseren Ärzt*innen den Verlauf Ihrer Schwangerschaft, eventuelle Vorerkrankungen, Ihre Wünsche für die anstehende Geburt und alle Fragen, die Sie haben. Eine Vorstellung vor der Geburt in unserer Pränatalambulanz ist freiwillig. Sollte Ihre Schwangerschaft normal verlaufen, können Sie alle Vorunterschungen bei Ihrem Gynäkologen bzw. Ihrer Hebamme wahrnehmen und mit dem Geburtsbeginn in unseren Kreißsaal kommen.

Anmeldung in der Pränatalambulanz

In der Regel findet die Geburtsplanung in der 36./37. Schwangerschaftswoche statt. Bitte melden Sie sich wenn möglich 4-6 Wochen vorher für die Terminvereinbarung.

Terminvergabe
 +49 251-83-48261
Mo-Fr: 8.00-12.00 und 13.00-15.30 Uhr
Albert-Schweitzer-Campus 1, Gebäude A1
Erweiterungsbau (IEZ) Ebene 07

Gemeinsam vorbereitet

Informationsabende und Kursangebote

Infoabende: Lernen Sie uns kennen: Wir laden Sie herzlich zu unseren regelmäßigen Infoabenden ein. Hier erfahren Sie alles Wichtige rund um die Geburt, unsere Abläufe und unsere Philosophie.

Kursangebot: Egal ob Geburtsvorbereitung und Partnerabende, Yoga für Schwangere, Stilltreff, Rückbildungsgymnastik oder Babyschwimmen: Unser vielfältiges Kursangebot bietet je nach Ihren Vorstellungen das Passende für die Zeit vor und nach der Geburt.

Weitere Informationen

Wenn das Baby bis zur 37. Schwangerschaftswoche immer noch mit dem Steiß nach unten liegt, spricht man von einer Beckenend- oder Steißlage des Kindes – eine Situation, die werdende Eltern sehr verunsichern kann. Häufig wird in dieser Situation zu einem geplanten Kaiserschnitt geraten. In der UKM Geburtshilfe haben Sie jedoch mit der äußeren Wendung eine sichere Alternative, die Ihnen eine natürliche Geburt ermöglichen kann.

Die äußere Wendung findet im Kreißsaal ab der 37+0. Schwangerschaftswoche statt. Besonders gut sind die Aussichten auf Erfolg, wenn das Baby von genügend Fruchtwasser umgeben ist und der Mutterkuchen an der Hinterwand liegt. Diese Dinge überprüft der Arzt im Kreißsaal, bevor mit der äußeren Wendung begonnen wird.

Bei der äußeren Wendung tastet der Arzt durch Ihre Bauchdecke nach Köpfchen und Becken des Babys. Dann wird das Baby ähnlich einer „Rolle vorwärts“ um 180° in die Schädellage gedreht. Manche Babys lassen sich im Sinne einer „Rolle rückwärts“ besser drehen. Für diese Maßnahme muss der Arzt Druck und Kraft auf Ihren Bauch anwenden – ähnlich wie bei einer kräftigen Massage. Das kann sich unangenehm anfühlen. Allerdings geschehen die einzelnen Schritte langsam und in Ruhe und Sie haben jederzeit die Möglichkeit, mit dem Arzt zu sprechen und z.B. eine Pause zu vereinbaren.

Die Erfolgsquote der äußeren Wendung liegt bei etwa 50%. Sollten Sie sich für die Option einer äußeren Wendung interessieren, vereinbaren Sie bitte einen Beratungstermin in unserer Sprechstunde. Im Rahmen dieser Vorstellung werden der Ablauf und alle wichtigen Details ausführlich mit Ihnen besprochen.

Als Kolostrum bezeichnet man die Vormilch, die bereits während der Schwangerschaft in der Brust gebildet wird. Die Vormilch hat eine besonders wertvolle Zusammensetzung und enthält viele Stoffe, die Ihrem Baby den Start ins Leben vereinfachen. Gerade Babys von Müttern mit einer Zuckererkrankung während der Schwangerschaft schaffen es mit Kolostrum besser, ihren eigenen Blutzucker zu stabilisieren. So können gefährliche Unterzuckerungen des Neugeborenen vermieden werden, wenn die Babys als erste Nahrung Kolostrum erhalten.

Wir bieten allen Schwangeren mit einer Zuckererkrankung daher bereits vor der Geburt ein Beratungsgespräch zur Kolostrumgewinnung an. In diesem Gespräch erklärt Ihnen eine Still- und Laktationsberaterin, wie Sie bereits in den letzten Wochen der Schwangerschaft die Vormilch per Hand entleeren und hygienisch lagern können, damit Sie diese zur Geburt in den Kreißsaal mitbringen. Sollten Sie oder Ihr Baby nach der Geburt noch zu erschöpft sein, um zu stillen, kann das mitgebrachte Kolostrum stillfreundlich gefüttert werden.

Die Beratungen erfolgen ab der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche. Sie können z.B. bei Ihrer Vorstellung zur Geburtsplanung ein Beratungsgespräch vereinbaren.