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Fragen und Antworten rund um die UKM Geburtshilfe

Als normale Geburt – auch Spontangeburt genannt – bezeichnet man eine Geburt, die auf natürlichem Weg erfolgt. Das Kind wird dabei vaginal geboren, ohne dass größere medizinische oder chirurgische Maßnahmen erforderlich sind. Die Wehen setzen von selbst ein und der Geburtsverlauf entwickelt sich überwiegend ohne Eingriffe wie einen Kaiserschnitt oder operative Hilfsmittel. Selbstverständlich kann medizinische Unterstützung erfolgen, zum Beispiel zur Schmerzlinderung oder zur Überwachung von Mutter und Kind, diese steht jedoch nicht im Vordergrund.

Der Beginn der Geburt zeigt sich in der Regel durch regelmäßige Wehen, die in kürzeren Abständen auftreten und an Intensität zunehmen. Diese Wehen wirken auf den Muttermund ein und führen zu dessen allmählicher Öffnung. Ein weiteres mögliches Zeichen ist der Blasensprung, bei dem Fruchtwasser aus der Scheide austritt. Beides kann gemeinsam oder auch zeitlich versetzt auftreten.

Sie sollten in den Kreißsaal kommen, wenn die Wehen regelmäßig auftreten und der Abstand zwischen ihnen weniger als zehn Minuten beträgt. Das Gleiche gilt bei einem Blasensprung, auch wenn noch keine Wehen eingesetzt haben. Bei Blutungen sollten Sie sich immer umgehend ärztlich behandeln lassen. Unabhängig davon gilt: Wenn Sie sich zu Hause nicht mehr wohlfühlen, sich Sorgen machen oder das Gefühl haben, dass es Ihnen oder Ihrem Kind nicht gut geht, sind Sie bei uns jederzeit richtig.

Während der Geburt können Sie aus einer Vielzahl unterschiedlicher Geburtspositionen wählen. Dazu gehören aufrechte Haltungen wie Stehen, Sitzen oder Hocken, aber auch Liegen sowie Positionen im Vierfüßlerstand. Welche Position für Sie am besten geeignet ist, hängt vom individuellen Geburtsverlauf sowie Ihrem persönlichen Empfinden ab. Ihre Wünsche und Ihr Wohlbefinden stehen dabei im Mittelpunkt. Sie haben jederzeit Mitspracherecht und können die Position wechseln, wenn Sie das möchten.

Ja, bei uns ist eine Wassergeburt möglich. In unserem neuen Kreißsaal, der im Frühjahr 2026 eröffnet, steht dafür eine spezielle Gebärwanne zur Verfügung. Eine Wassergeburt kann sehr entspannend sein und den Geburtsverlauf positiv beeinflussen. Ob diese Methode für Sie infrage kommt, besprechen wir gerne gemeinsam vor Ort.

Manchmal ist während der Geburt ein medizinischer Eingriff erforderlich, zum Beispiel bei Anzeichen von kindlichem Stress, einem Geburtsstillstand, stärkeren Blutungen oder einer Beckenendlage des Kindes. Welche Maßnahmen in solchen Fällen sinnvoll sind, hängt von der jeweiligen Geburtsphase und der individuellen Situation ab. Möglich sind unter anderem eine vaginale Geburt mit Saugglocke oder Zange (Forceps), spezielle geburtshilfliche Handgriffe bei Beckenendlage oder, wenn nötig, ein Kaiserschnitt (Sectio). Ziel aller Maßnahmen ist es, die Sicherheit von Mutter und Kind jederzeit bestmöglich zu gewährleisten.

Ja, unter bestimmten Voraussetzungen ist eine normale Geburt nach einem vorangegangenen Kaiserschnitt möglich. Ob eine vaginale Geburt infrage kommt, hängt unter anderem vom Grund des früheren Kaiserschnitts, dem Verlauf der aktuellen Schwangerschaft sowie individuellen medizinischen Faktoren ab. Das geburtshilfliche Team bespricht gemeinsam mit Ihnen sorgfältig die Chancen und möglichen Risiken und begleitet Sie während der Geburt engmaschig. Das Ziel besteht darin, den für Sie und Ihr Kind sichersten Geburtsweg zu finden.