UKM Geburtshilfe: Wir sind wie gewohnt für alle werdenden Eltern da

"Uns ist bewusst, dass die aktuelle Pandemie-Situation bei vielen werdenden Eltern Fragen aufwirft und für Unsicherheit sorgt. Seien Sie sicher: das gesamte Team der Geburtshilfe hält die hohen Qualitätsstandards als babyfreundliches Krankenhaus für Sie und Ihr Neugeborenes weiterhin ein. Wir sorgen uns bestens um Sie und versuchen so viel Normalität wie möglich zu bieten. Um Unsicherheiten vorzubeugen, haben wir auf unserer Website die häufigsten Fragen zu Schwangerschaft und Geburt in Zeiten von Corona zusammengefasst.“ Prof. Dr. Ralf Schmitz

Forschung

Die Einheit von Forschung und Lehre ist in der UKM Geburtshilfe zentraler Bestandteil der täglichen Arbeit. Ziel unserer wissenschaftlichen Bemühungen ist die Weiterentwicklung der Ultraschalldiagnostik zur Verbesserung der Schwangerenbetreuung in besonderen Situationen. Dazu führen wir in der UKM Geburtshilfe und Pränatalmedizin alleine oder in Kooperation Studien zu folgenden Themen durch:

Vorhersage einer Frühgeburt

Die Frühgeburtlichkeit und ihre gesundheitlichen Folgen stellen weltweit ein großes Problem dar. Die Länge des Gebärmutterhalses hat sich als wichtiger prognostischer Marker für die Vorhersage eines erhöhten Frühgeburtsrisikos herausgestellt. Doch nicht nur die Länge des Gebärmutterhalses scheint für die Frühgeburtlichkeit ein wichtiger Marker zu sein. Wir beschäftigen uns mit der neuen Technologie der Cervixelastographie, um die Gewebebeschaffenheit sonografisch darzustellen und die Vorhersage einer Frühgeburt zu verbessern. 

Neue Möglichkeiten der fetalen Echokardiographie

Die Analyse der Herzfunktion mittels Speckle Tracking ist in der Erwachsenenkardiologie bereits ein fester Bestandteil der Diagnostik. Wir setzen diese moderne Technik ein, um die Diagnostik und Betreuung von Feten z.B. mit angeborenen Herzfehlern oder bei Diabetes in der Schwangerschaft optimieren zu können. Hierzu stimmen wir uns auch eng mit unseren Partnern aus der Industrie ab. 

"Organ Mapping"

Wird eine Schwangerschaft durch eine intrauterine Wachstumsrestriktion, einen mütterlichen Diabetes oder andere mütterliche Erkrankungen kompliziert, reicht die konventionelle Ultraschalldiagnostik oft nicht aus, um das fetale Risiko sicher beurteilen zu können. Es hat sich erwiesen, dass die fetale Organdiagnostik – der detaillierte „Blick ins Kind“ – einen wichtigen Beitrag zur Überwachung von Feten in diesen Risikoschwangerschaften leisten kann. Wir konzentrieren uns dabei auf verschiedene fetale Organe, die einen Hinweis auf intrauterinen Stress geben können, und prüfen ihre Anwendbarkeit in der pränatalen Betreuung der ungeborenen Kinder.

3D-Diagnostik

Der 3D-Ultraschall kann in vielen Situationen eine Bereicherung in der Diagnostik fetaler Besonderheiten sein. Wir setzen die modernste 3D-Technologie ein, um zu prüfen, inwieweit insbesondere die Diagnostik komplexer fetaler Erkrankungen durch den Einsatz von 3D-Ultraschall erleichtert werden kann.

oVID - offenes Videosystem in der Medizin

Unter der Leitung der UKM Stabsstelle Telemedizin nimmt die UKM Geburtshilfe am oVID-Projekt teil. Ziel ist die Etablierung eines Kommunikationssystems per Video-Sprechstunde und die Vernetzung von Pränataldiagnostikern in der ganzen Region. Der Bildaustausch und die Befund-Besprechung sollen vereinfacht und damit Anfahrtswege für die PatientInnen vermieden werden. Das Projekt wird wissenschaftlich evaluiert und wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unter dem Förderkennzeichen EFRE-0801384 gefördert.

CRONOS Studie

In der Beobachtungsstudie werden Frauen mit einem positiven SARS-CoV-2-Test oder nach Impfung gegen SARS-CoV-2 vor oder in der Schwangerschaft eingeschlossen. Während der Studiendurchführung werden Daten über den Schwangerschaftsverlauf, die Infektion, die Geburt und den postpartalen Verlauf von Mutter und Kind gesammelt. Primär soll eine Grundlage für die Beratung infizierter Schwangerer und die Betreuung der Neugeborenen geschaffen werden und durch regelmäßige Updates auf die Dynamik der Entwicklung eingegangen werden. Zudem sollen Risikofaktoren, die einen schweren Verlauf vorhersagen, ermittelt werden. 

An der Studie kann noch teilgenommen werden. 
Voraussetzungen:

  • COVID-19-Erkrankung in der Schwangerschaft
  • Impfung in oder vor der Schwangerschaft gegen COVID-19 erhalten

Bei Interesse und Rückfragen senden Sie bitte eine E-Mail an Frau Dr. Marina Sourouni: Marina.Sourouni(at)­ukmuenster(dot)­de

Veröffentlichungen zu unseren Forschungsprojekten finden Sie hier

   

Kontakt

UKM Geburtshilfe
UKM Zentralklinikum
Ebene 03 West
Albert-Schweitzer-Campus 1
(ehm. Albert-Schweitzer-Straße 33)
48149 Münster Info zur AnfahrtGoogle Maps

Hotline:
Sekretariat 0251 83-48212
Ambulanz und Terminvergabe 0251 83-48261
Kreißsaal (24 Stunden) 0251 83-48251